So konnten auch die Beiträge Russlands zur internationalen Raumstation nur mit kräftiger finanzieller Unterstützung durch die westlichen Industriestaaten realisiert werden. Dennoch muss man der russischen und ehemals sowjetischen Raumfahrt einen hohen Respekt zollen. Betrachtet man die junge Geschichte der Raumfahrt unserer menschlichen Zivilisation, so waren es fast immer die Ingenieure und Kosmonauten des östlichen Riesenreichs, welche als erste neue Rekorde aufstellten oder überhaupt als Pioniere schlechthin fast aller wichtigen Projekte aus den Anfangsjahren der Raumfahrt unseres Planeten zu gelten haben.
Und nicht nur das, es waren ja schliesslich die Sowjets, die mit “Sputnik” den ersten künstlichen Himmelskörper und mit Juri Gagarin den ersten Menschen überhaupt in den Weltraum brachten, somit also das Zeitalter der Raumfahrt erst begründeten. Von den dabei gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnissen zehrt die internationale Raumfahrt noch heute. Erst die geglückte Mondlandung der Amerikaner setzte dem ein jähes Ende.
Dennoch war auch danach die sowjetische und russische Raumfahrt ausgesprochen erfolgreich und ein Erfolg jagte den anderen. Allerdings verlor man seit dem kühnen Gelingen der amerikanischen “Apollo” Missionen immer mehr den technologischen Anschluss und hatte zwar immer wieder technische Verbesserungen, aber eben keine echten und entscheidenden Neuerungen mehr zu bieten. Gänzlich wurden die Russen dann durch die Einführung der amerikanischen “Space Shuttles” von der Entwicklung abgehängt, dem man einfach nichts ebenbürtiges entgegen zu setzten hatte. Ein eigenes “Shuttle” Programm, die “Buran” wurde wegen der fehlenden finanziellen Resourcen wieder eingestellt.
Durch die gewaltigen russischen Erfahrungen und das grosse Know How, gewonnen mit der russischen Raumstation “MIR”, oft belächelt, aber eben doch ausgesprochen erfolgreich, sind die Russen heute aber wieder einer der wichtigsten Partner bei der gemeinsamen Realisierung der Internationalen Raumstation ISS “Alpha”.


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